Erinnere dich, erinnere dich!

 

Wir kommen zusammen und denken als Familie daran, was Gott uns Gutes getan hat.

Damit setzen wir nicht nur das Psalmwort in die Tat um (…und vergiss nicht, meine Seele, was er dir Gutes getan hat!“ Psalm 103, 2), sondern gestalten unsere Familiengebetszeit rund um das Thema „Dankbarkeit“. Bewusst zu Beginn des Jahres und bewusst als ganze Familie. Wir singen Lieder, die Gottes Güte und seine Wohltaten preisen („Danke, für alles, was du gibst, Herr“), lesen gemeinsam Verse, die uns vor Augen malen, dass von Gott alles kommt, was unser Leben reich und glücklich macht. Anschließend darf jeder auf einen Post it- Zettel Dinge aufschreiben oder malen, für die er Gott danke sagen kann (wir achten darauf, dass bei der Wiederholung in der Woche darauf andere Dinge auf den Zetteln stehen, weil wir die der Vorwoche noch einmal laut vorgelesen haben). Wir heften sie auf unsere „Dankwand“, die im Wohnzimmer hängt. Dann schweigen wir eine halbe Minute lang und jeder darf sein eigenes Dankgebet im Stillen vor Gott bringen. Wir erinnern uns. Einfach, weil wir Menschen vergessliche Wesen sind. Und weil das Wort Gottes uns zur Erinnerung auffordert. Wer das tut, tut sich schwer zu klagen und erkennt Gottes Größe über dem eigenen Leben an. Er predigt sich selbst: Gott ist gut, er versorgt dich, vertraue ihm. Und das ist viel mehr als positives Denken. Wir richten unseren Geist und Sinn auf die Wirklichkeit Gottes und erleben, wie sein Gut-Sein unsere Seele erfreut und sein Wort sie sättigt. Wir gehen gestärkt in den neuen Tag.
Ungefähr eine Stunde später höre ich Kjell aus dem Kinderzimmer singen: „Danke, für alles, was du gibst, Herr.“ Ja, ich erinnere mich gerne.

Bildrechte: © F. Laffin, privat

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